Alpakas
Zu Beginn seiner Domestikation vor etwas mehr als 7000 Jahren dürfte das Alpaka zur Hauptsache noch als Fleisch- und Fell-Lieferant gedient haben. Später dann, vor etwa 3000 Jahren, erkannten die Ureinwohner der Anden die herausragenden Eigenschaften der Faser und die vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten. Seither steht in der Zucht die Nutzung des Haar-Vlieses im Vordergrund. Zu keiner Zeit diente das Alpaka als Lasttier.
Im Vergleich zu Lamas sind Alpakas mit einer Risthöhe von 75 cm bis 100 cm deutlich kleiner und mit einem Gewicht von 50 bis 80 Kilos auch erheblich leichter. Bezüglich Aufmerksamkeit und Neugierde unterscheiden sich die zwei Arten kaum. Bedingt durch Nutzung und Zuchtauswahl sind Lamas ruhiger, gelassener in ihrer Art. Sie lassen sich mit weniger Training führen. Das Alpaka neigt eher zur Flucht und es braucht länger, um das Zutrauen zu finden. Dies erfordert etwas mehr Geduld und Geschicklichkeit seitens der Halter. Bezüglich Weidefläche und Stallung ist der Platzbedarf für Alpakas geringer.
Bei den Alpakas kennt man zwei Rassen, die sich allerdings nur bezüglich dem Vlies unterscheiden. Das Huacaya-Alpaka besitzt einen kürzeren, mehr oder weniger stark gekräuselten Stapel. Das Suri-Alpaka weist einen markant langen, strähnigen Stapel auf, der sich auf dem Rückgrat scheitelt und seitlich am Körper tief hinunterhängt. Der Anteil der Suri am weltweiten Alpakabestand beträgt nicht einmal 5%.



