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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am:18.02.2008

Lama-Typen

In der Zucht werden die Lamas üblicherweise den nachfolgend aufgeführten vier Typen zugeordnet. Diese unterscheiden sich vornehmlich durch den Behang (Bewollung), die Faser (Vlies) und die Körpergrösse.

Weil weltweit zwischen den Zuchtorganisationen keine einheitlichen Regelungen bestehen, sind weitere Typenbezeichnungen anzutreffen. Weit verbreitet ist beispielweise der Bezug auf das südamerikanische Herkunftsland, um abweichende Zuchtentwicklungen zu dokumentieren.

Wooly-Lama

Wooly-Lama
Wooly-Lama

Das Wooly ist ein am ganzen Körper stark bewolltes Lama. Im Vergleich zu den anderen Typen ist der Behang an Hals, Kopf und Ohren sehr ausgeprägt. Dies gilt auch für die Beine bis in den Bereich der Fesseln.

Die Faser ist sehr fein, teilweise leicht gekräuselt und nur mit wenigen feinen Grannenhaaren durchsetzt. Die Faserfeinheit weicht zuweilen nicht überaus stark von der Qualität einer durchschnittlichen Alpaka-Faser ab. Weil eine Unterwolle fehlt, wird das Vlies als «single coated» (einheitlich) bezeichnet.

In der Regel weist das Wooly eine leicht geringere Körpergrösse auf.

Medium-Lama

Medium-Lama
Medium-Lama

Das Medium-Lama verfügt über einen geringeren und kürzeren Behang an Kopf, Ohren und Beine. Demgegenüber sind am Hals und am Körper deutlich längere Fasern zu finden.

Das Vlies unterscheidet sich stark vom Wooly, besteht dieses doch meist aus groben Grannenhaaren und einer feinen Unterwolle. Bezeichnet wird dieses Vlies als «double coated» (uneinheitlich).

Die Abgrenzung dieses Lamatyps, der direkt oder indirekt aus Kreuzungen von Wooly (stark bewollt) und Classic (wenig bewollt) hervor geht, erweist sich in der Praxis selbst für Fachleute gelegentlich als problematisch.

Classic-Lama (Ccara Sullo)

Classic-Lama
Classic-Lama , Ccara Sullo

Beim Classicc-Lama sind der ganze Kopf, der Hals und die Beine markant kürzer behangen. Der Körper verfügt über ein etwas längeres Haarkleid, das recht oft die Form einer Satteldecke aufweist. Anzutreffen sind Tiere, die am Hals mähnenartig ausgebildete Grannenhaare tragen.

Mit den groben Grannenhaaren und der feinen Unterwolle trägt dieser Lamatyp ein «double coated»-Vlies, also ein ausgeprägt uneinheitlich zusammengesetztes Haarkleid.

Classic-Lamas verfügen meist über eine grössere Statur.

Suri-Lama

Suri-Lama
Suri-Lama

Suri-Lamas sind äusserst selten. In ganz Europa dürften höchstens um die 100 Tiere zu finden sein!

Dieser Lama-Typ ist bezüglich Körperbehang dem Wooly sehr ähnlich. Die Fasern sind jedoch etwas weniger fein und hängen in sehr langen, meist zapfenlockigen Strähnen am Körper.

Wegen des extrem geringen Genpools stellt die Zucht von Suri-Lamas eine hohe und deshalb reizvolle Herausforderung dar.